Der Raum ist mit 60-70 Interessierten bis auf den letzten Platz gefüllt. Journalisten, SchülerInnen, Lehrkräfte und die Verantwortlichen aus dem großen Partnernetzwerk sind gekommen. Alle wollen bei der Vorstellung des innovativen Peer Education Programms dabei sein.

Die Idee: SchülerInnen beraten sich gegenseitig im Umgang mit dem Internet

Die Idee der Digitalen Helden ist einfach und wahrscheinlich deshalb so gefragt: Jugendliche bringen oft ein glaubwürdigeres und oftmals besseres Verständnis für die Belange und Probleme von MitschülerInnen auf, als Erwachsene. Sie kennen sich untereinander und nutzen das Internet auf ähnliche Weise, erzählt Kirstin Koch bei der ersten Vorstellungsrunde der Digitalen Helden.

Angelika Beranek aus dem Ausbilderteam der Helden ergänzt: Medienkompetenz zum bewussten Umgang mit dem Internet kann unter Jugendlichen authentischer und auf »Augenhöhe« angeregt werden erzählt.“

Und deshalb haben die Medienpädagoginnen Beranek und Kremser zusammen mit SicherDeinWeb (Borns, Schüler, Grund GbR), dem Präventiven Jugendschutz Frankfurt und dem Verein Eltern für Schule e.V. das schulübergreifende Mentorenprogramm entwickelt und vorgestellt.

Und wie sich auf der Pressekonferenz herausstellt, ist das Interesse groß!

Die Journalisten fragen, wie lange das Programm dauert (Pilotphase, drei Jahre) und wann der erste Workshop startet. „Ein Termin steht noch nicht fest, da wir gemeinsam mit den Verantwortlichen an den Schulen individuelle Wege finden möchten, die Digitalen Helden im Schulalltag zu verankern“, erläutert Florian Borns aus dem Heldenteam. „Wir verstehen uns als Begleiter der Schulen in ihrer medienbezogenen Schulentwicklung!“

Unterstützung durch Kultusministerin, ehemalige Bürgermeisterin und Museumsdirektor

Und für diesen begleitenden Ansatz erntet das Heldenteam viel Applaus. Die anwesende hessische Kultusministerin und Schirmherrin des Projekts, Nicola Beer, betont: „Ich  bin Schirmherrin der Digitalen Helden, weil das Schulprogramm dazu beitragen soll, den bewussten Umgang mit dem Internet zusammen mit jungen Schülerinnen und Schülern im Schulalltag zu verankern.“

Die Stimmung im Museum für Kommunikation ist positiv und die Teilnehmer motiviert.

Jutta Ebeling, Frankfurter Bürgermeisterin und Dezernentin für Frauen und Bildung a.D machte deutlich, dass das Programm in Zukunft nicht auf die aktuellen fünf Frankfurter Schulen beschränkt bleiben soll. „Im Peer-Education Programm sehe ich es als meine Aufgabe, die Projektpartner und Jugendlichen zu ermutigen, dass Projekt auszuweiten und die neuen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.“

Und der Gastgeber der Pressekonferenz, Dr. Helmut Gold, Direktor des Museums für Kommunikation Frankfurt macht deutlich: Das Engagement der Digitalen Helden tut nicht nur den SchülerInnen und der Schulkultur gut, sondern trägt auch zur Berufsqualifizierung bei: „Medienkompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen unserer Gesellschaft und deren Vermittlung für unser Museum zu den wichtigsten Aufgaben.“

SchülerInnen brennen darauf, dass es endlich losgeht!

Und aus drei von fünf Schulen waren SchülerInnen gekommen, um live bei der Vorstellung dabei zu sein. Sie standen den Journalisten in einer weitere Gesprächsrunde Rede und Antwort. Was motiviert SchülerInnen denn, sich ehrenamtlich als Digitaler Held in der Schule zu engagieren? „Mir macht es Spaß Leuten zu helfen!“ antwortet eine Schülerin.

Und sind Facebook & Co denn bei euch in der Schule ein Thema?

„Bei uns Schülerinnen und Schülern natürlich schon. Ich und meine Freunde wissen auch, wie wir etwas veröffentlichen, so dass es nicht jeder sehen kann.“ erzählt einer. Aber mit meinen Lehrern rede ich kaum über Facebook berichtet eine andere.

Und Wilfried Volkmann vom Verein Eltern für Schule stellt zum Schluss dann noch die offensichtliche und doch wichtige Frage. Brennt ihr darauf dass es endlich losgeht?

„Ja, natürlich!“ antworten gleich mehrere SchülerInnen.

Die gesamte Atmosphäre bei der Pressekonferenz ist von Aufbruch geprägt. Ganz anders, als es in manchen Medienberichten über Internetmobbing und Gefahren im Netz manchmal den Eindruck macht, haben die SchülerInnen keine Angst vor dem Netz. Sie freuen sich auf ihre neue Aufgabe als Onlinecoach und wissen auch heute schon, dass es vor allem darauf ankommt, respektvoll miteinander umzugehen. Yo!

Welche Schulen sind dabei und wie geht’s weiter?

Noch im Februar findet ein Treffen mit den Schulverantwortlichen der fünf Frankfurter Schulen statt. Die beteiligte Schulen an der Pilotphase sind: Anne-Frank-Schule (Realschule), Ernst-Reuter-Schule II (integrierte Gesamtschule), Freie Waldorfschule (Schule in freier Trägerschaft), Hostatoschule (Hauptschule mit verbundener Grundschule), Lessing-Gymnasium.

Bei dem Treffen der Schulverantworltichen werden die nächsten Schritte hin zur Peer-Ausbildung, den Klassenbesuchen und die zukünftige Verankerung in der Schulstruktur besprochen. Es soll ja schließlich nicht bei einem Einmalimpuls der Digitalen Helden bleiben.

Außerdem ist die Finanzierung der Digitalen Helden für die Pilotphase noch nicht abgeschlossen. „Noch arbeiten wir alle hier mit viel Engagement ehrenamtlich für das Projekt. Doch mit dieser Zustimmung auf der Pressekonferenz sind wir zuversichtlich, dass wir eine Finanzierung für die Pilotphase auf die Beine stellen, erklärt Jörg Schüler, Projektleiter der Digitalen Helden.

Und Wilfried Volkmann ergänzt. „Wir sind in Gesprächen mit einer Stiftung und sprechen für die Pilotphase von einem sechsstelligen Betrag.“

Darüber hinaus organisiert das Digitale Helden Team weitere Vernetzungen, denn die Berufsqualifizierung der Digitalen Helden ist nicht nur für Stiftungen, sondern auch für einzelne Unternehmen und Handelskammern interessant.

Und so klingt der spannende und für uns alle aufregende Vormittag im Museum für Kommunikation aus. Wir spüren den Rückenwind und sind guter Dinge, dass wir mit unseren Zielen und Erwartungen für das innovative Peer-Education Programm weitere Partner finden.

Mit digitalen Grüßen

das Digitale Helden Team.

Zum Hintergrund.

Zum Start nehmen fünf Frankfurter Schulen am schulübergreifenden Mentorenprogramm teil. Ein Expertenteam gibt online und zentral in Praxisworkshops im Museum für Kommunikation Impulse für die künftige Arbeit. Im Fokus der Ausbildung steht das Phänomen Onlinemobbing. Weitere Infos über den Ablauf finden Sie im Flyer anbei.

Hier geht’s zum Flyer der Digitalen Helden:

Bisherige Pressestimmen

Frankfurter Rundschau

Frankfurter Neue Presse

Journal Frankfurt

hr-online (hr4) ab 4. min.

MOK Videomitschnitt

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